
Wir erinnern uns an die kritische Zäsur vor rund 25 Jahren. Die späten 80er-Jahre hatten Bowie in eine kreative Sackgasse manövriert, die bedrohlich nach Selbstparodie roch. Das brachiale, oft missverstandene Läuterungsprojekt "Tin Machine" wurde von der Kritik zerrissen, und David Bowie schien in der Irrelevanz zu verblassen, ein Relikt, dessen Kunst-Rock-Attitüde nicht mehr in die Zeit passte. Es bedurfte mehr als nur eines neuen Albums; es bedurfte einer artistischen Wiederauferstehung, einer Transformierung vom gefallenen Idol zur unantastbaren Legende..
Genau hier hakt das Buch ein. Es verspricht, die "unüberbrückbare Lücke" zwischen dem kommerziellen Straucheln und dem finalen, orchestralen Meisterwerk "Blackstar" zu schließen. Anstatt nur die glorreichen 70er zu wiederkäuen, stützt sich der Autor auf neue, exklusive Interviews mit jenen Musikern, Filmemachern und kulturellen Akteuren, die Bowie auf diesem steinigen, aber faszinierenden Weg zurück zum Olymp begleiteten.
Es liest sich wie die Kartografierung einer Terra Incognita: Der Weg von der vermeintlichen Ausmusterung hin zu jenem theatralischen Abgang, der die Welt in kollektiver Trauer und Bewunderung zurückließ.
Link: Amazon Produktseite
Reinhold
