Weltpremiere von David Bowies neuer Single "★" am 19. November

Volker
Kooks
V
Beiträge: 0
04.12.2015, 09:21 Uhr
Zitat:
Zitat:
Ist also wirklich ein Wortspiel 🙂



xxSimone



Ja sicher ist es das.



LG

Petra



Ormen is the name of a village in Norway.



“Ormen” actually means “Serpent” in Norwegian (“Ormrinn” in Old Norse).



The most famous example of this name’s use in history is the “Ormen Lange” (the “Long Serpent”) – a Viking ship King Olav captured from a rival king who violently rejected Christ during Olav’s Christian crusade in the last years of the 8th century AD.



Therefore, one can read it as “Behold as you enter… the town of the serpent”?.



Further - the town’s name maybe a play on “Or[dinary]Men”.
ezaube
Deranged
E
Beiträge: 1.853 Registriert: 02.03.2011
04.12.2015, 09:28 Uhr
Auf dieselben Verbindungen wird auch in dieser Interpretation des Songs Bezug genommen:



http://fm4.orf.at/stories/1764970/


Zitat:
"In the villa of Ormen, stands a solitary candle", lautet die erste Zeile von "Blackstar". Dieses "Ormen" scheint sich auf das norwegische Gasfeld Ormen Lange zu beziehen, benannt nach dem Langboot eines Wikingerkönigs aus dem 10. Jahrhundert. Außerhalb Norwegens dürfte diese Geschichte nicht rasend vielen Menschen bekannt sein.

Gasfeld, Boot, König – zudem bedeutet das Wort "Ormen" übersetzt "Schlange", in diesem Geflecht aus Begriffen und Assoziationen funkelt der Mystizismus. Die Kerze, die "solitary candle", die dort einsam brennt, mag auf einen spirituellen Ort hindeuten.
ezaube
Deranged
E
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09.12.2015, 11:16 Uhr
Zitat:


Funky-Hunky-Dory-Mory

Newbie

Joined: Jul 25, 2015



Bin ein riesiger Bowie-Fan und höre täglich Songs des absoluten Großmeisters der europäischen Rock- & Pop-Musik aus seinen verschiedenen Schaffensphasen . ABER: Blackstar als ein neues Album anzukündigen, obwohl es nur sieben Songs enthalten wird und zwei davon bereits veröffentlicht wurden - ich bitte euch! Andere Künstler nennen soetwas EP, nicht Album!



Nun zum Grund meines Beitrags: Sein neuer Song "Blackstar" mag evtl. relativ gut klingen, wenn man ihn 30 Mal gehört hat - das dazugehörige Video ist jedoch imho künstlerisch soetwas von anspruchslos und überflüssig!




Auch die sporadisch eingestreuten jungen Menschen machen es nicht besser, ganz im Gegenteil: Es wirkt bemüht jung!!! Es erinnert mich an Bowies ebenso peinliche Mid 90er-Phase, in der er mit "The Buddha of Suburbia", "Outside" und "Earthling " versuchte, den Zeitgeist zu erfassen. Er war zu der Zeit jedoch leider nur eine arme Kopie seinerselbst, die versuchte, modern zu wirken und die 90er zu leben - was ihm imho leider nicht wirklich gelang.



Wirklich sehr, sehr, sehr schade, dass er es mit Blackstar nicht geschafft hat, an so zeitlose, geniale, moderne Werke wie "Heathen", "Reality" und "The Next Day" anzuknüpfen. Lasse mich nach der Veröffentlichung des neuen Werks im Januar selbstverständlich gerne eines Besseren belehren, aber ob die noch folgenden fünf unveröffentlichen Songs besser sein werden als "Sue (Or in a Season of Crime)" und "Blackstar", bezweifle ich stark.



Was denkt ihr?

Freue mich auf eine ehrliche Auseinandersetzung mit euch in diesem tollen Bowie-Forum!



Also die Tatsache, dass Blackstar "nur" sieben Songs enthält, schockiert mich wenig. Station To Station hat ja auch nur sechs Songs, darunter auch den besonders langen Titelsong, ähnlich wie bei Blackstar.

Nur weil die Anzahl der Songs nicht an jene von durchschnittlichen Alben heranreicht, würde ich Blackstar nicht die Berechtigung absprechen wollen, sich "Album" nennen zu dürfen.

Die beiden außer dem Titelsong schon veröffentlichten Songs, also "Sue (Or in A Season Of Crime)" und "Tis A Pity She's A Whore", wurden für das Album neu aufgenommen. Ich bin auf diese rearrangierten Versionen schon sehr gespannt und gehe davon aus, dass sie wirklich sehr anders klingen werden als auf der Single.



Ich habe ja schon eine Menge unterschiedlichster Kritik am Video zum Song "Blackstar" gehört, aber dass es ausgerechnet bemüht jung wirken soll, noch nie. Das wäre wirklich das Letzte, was mir dazu einfiele. ... nur weil ein paar junge Leute mitspielen? Kann ich nicht nachvollziehen. Ich hatte zwar auch anfangs leichte Schwierigkeiten, mich mit dem Video - vor allem inhaltlich - anzufreunden, habe aber nie seine ästhetischen und künstlerischen Qualitäten in Frage gestellt. Was den Bezug zu Bowies 90er Jahre Phase betrifft, hast du insofern recht, als sich Bowie wohl wieder in einer Phase ähnlicher Kreativität wie zu Outside- und Earthling-Zeiten befindet. Das halte ich aber für eine durchaus positive Angelegenheit! Nur weil ein Künstler aktuelle Strömungen aufgreift und in seiner Musik und Kunst verarbeitet, wie es Bowie in den 90ern gemacht hat, ist er noch lange nicht "eine arme Kopie seiner selbst", die krampfhaft versucht, jung zu wirken. Abgesehen davon war Bowie in den 90er Jahren noch nicht wirklich alt 😉. Ich schätze Outside und Earthling sehr. Nicht wenige Künstler und Kreative haben Bowie überhaupt erst in den 90er Jahren mit seinen damals aktuellen Werken entdeckt, so z.B. auch der Keyboarder Jason Lindner, der auf Blackstar mitwirkt. (siehe Interview: http://www.rollingstone.com/music/news/david-bowie-keyboardist-jason-lindner-on-making-of-blackstar-20151204)



Für ein Verdikt wie "sehr schade, dass er es mit Blackstar nicht geschafft hat, an so zeitlose, geniale, moderne Werke wie "Heathen", "Reality" und "The Next Day" anzuknüpfen" ist es glaube ich noch etwas zu früh, also gib dem Album eine Chance 😉. So wie es nach den vorab veröffentlichten Album-Kritiken aussieht, dürfte es sich um ein höchst spannendes Werk handeln, das sicher nicht in der Tradition der künstlerisch eher abgeklärten, auf eine andere Art und Weise großartigen Vorgängeralben steht.
appleearthling
Fame
A
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09.12.2015, 15:53 Uhr
Zitat:
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Funky-Hunky-Dory-Mory

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Bin ein riesiger Bowie-Fan und höre täglich Songs des absoluten Großmeisters der europäischen Rock- & Pop-Musik aus seinen verschiedenen Schaffensphasen . ABER: Blackstar als ein neues Album anzukündigen, obwohl es nur sieben Songs enthalten wird und zwei davon bereits veröffentlicht wurden - ich bitte euch! Andere Künstler nennen soetwas EP, nicht Album!



Nun zum Grund meines Beitrags: Sein neuer Song "Blackstar" mag evtl. relativ gut klingen, wenn man ihn 30 Mal gehört hat - das dazugehörige Video ist jedoch imho künstlerisch soetwas von anspruchslos und überflüssig!




Auch die sporadisch eingestreuten jungen Menschen machen es nicht besser, ganz im Gegenteil: Es wirkt bemüht jung!!! Es erinnert mich an Bowies ebenso peinliche Mid 90er-Phase, in der er mit "The Buddha of Suburbia", "Outside" und "Earthling " versuchte, den Zeitgeist zu erfassen. Er war zu der Zeit jedoch leider nur eine arme Kopie seinerselbst, die versuchte, modern zu wirken und die 90er zu leben - was ihm imho leider nicht wirklich gelang.



Wirklich sehr, sehr, sehr schade, dass er es mit Blackstar nicht geschafft hat, an so zeitlose, geniale, moderne Werke wie "Heathen", "Reality" und "The Next Day" anzuknüpfen. Lasse mich nach der Veröffentlichung des neuen Werks im Januar selbstverständlich gerne eines Besseren belehren, aber ob die noch folgenden fünf unveröffentlichen Songs besser sein werden als "Sue (Or in a Season of Crime)" und "Blackstar", bezweifle ich stark.



Was denkt ihr?

Freue mich auf eine ehrliche Auseinandersetzung mit euch in diesem tollen Bowie-Forum!



Also die Tatsache, dass Blackstar "nur" sieben Songs enthält, schockiert mich wenig. Station To Station hat ja auch nur sechs Songs, darunter auch den besonders langen Titelsong, ähnlich wie bei Blackstar.

Nur weil die Anzahl der Songs nicht an jene von durchschnittlichen Alben heranreicht, würde ich Blackstar nicht die Berechtigung absprechen wollen, sich "Album" nennen zu dürfen.

Die beiden außer dem Titelsong schon veröffentlichten Songs, also "Sue (Or in A Season Of Crime)" und "Tis A Pity She's A Whore", wurden für das Album neu aufgenommen. Ich bin auf diese rearrangierten Versionen schon sehr gespannt und gehe davon aus, dass sie wirklich sehr anders klingen werden als auf der Single.



Ich habe ja schon eine Menge unterschiedlichster Kritik am Video zum Song "Blackstar" gehört, aber dass es ausgerechnet bemüht jung wirken soll, noch nie. Das wäre wirklich das Letzte, was mir dazu einfiele. ... nur weil ein paar junge Leute mitspielen? Kann ich nicht nachvollziehen. Ich hatte zwar auch anfangs leichte Schwierigkeiten, mich mit dem Video - vor allem inhaltlich - anzufreunden, habe aber nie seine ästhetischen und künstlerischen Qualitäten in Frage gestellt. Was den Bezug zu Bowies 90er Jahre Phase betrifft, hast du insofern recht, als sich Bowie wohl wieder in einer Phase ähnlicher Kreativität wie zu Outside- und Earthling-Zeiten befindet. Das halte ich aber für eine durchaus positive Angelegenheit! Nur weil ein Künstler aktuelle Strömungen aufgreift und in seiner Musik und Kunst verarbeitet, wie es Bowie in den 90ern gemacht hat, ist er noch lange nicht "eine arme Kopie seiner selbst", die krampfhaft versucht, jung zu wirken. Abgesehen davon war Bowie in den 90er Jahren noch nicht wirklich alt 😉. Ich schätze Outside und Earthling sehr. Nicht wenige Künstler und Kreative haben Bowie überhaupt erst in den 90er Jahren mit seinen damals aktuellen Werken entdeckt, so z.B. auch der Keyboarder Jason Lindner, der auf Blackstar mitwirkt. (siehe Interview: http://www.rollingstone.com/music/news/david-bowie-keyboardist-jason-lindner-on-making-of-blackstar-20151204)



Für ein Verdikt wie "sehr schade, dass er es mit Blackstar nicht geschafft hat, an so zeitlose, geniale, moderne Werke wie "Heathen", "Reality" und "The Next Day" anzuknüpfen" ist es glaube ich noch etwas zu früh, also gib dem Album eine Chance 😉. So wie es nach den vorab veröffentlichten Album-Kritiken aussieht, dürfte es sich um ein höchst spannendes Werk handeln, das sicher nicht in der Tradition der künstlerisch eher abgeklärten, auf eine andere Art und Weise großartigen Vorgängeralben steht.



Ich schließe mich Deiner Ansicht an. Für mich ist das Album ( das ja noch gar nicht viele kennen und bisher nur den Song Blackstar) ehr eine Weiterentwicklung . Künstlerisch mit Sicherheit ein Meisterwerk. So auch der schon veröffentlichte genannte Song Blackstar! Ich erinnere mich noch sehr gut an all seine bisherigen "Epochen" und wie die damals wirkten, so ist es für mich nicht verwunderlich, sondern ich freue mich, dass er einer ist, der nicht dem Mainstream unterwürfig ist und seinen Weg geht. Und eben macht, was er will! Recht hat er und natürlich das vorhandene Budget, dass er gekonnt wieder einmal in begnadete Musiker einsetzt! Ich denke aber, dass unser "Vorschreiberling" hier einfach nur etwas aufmischen möchte! Den für mich sieht es ja nicht nach einer konstruktiven Kritik oder gar Meinung aus. Ehr nach einem Meckerling, der irgend etwas befriedigen möchte.
Somewhere, someone's calling me
When the chips are down......................
beate
Ricochet
B
Beiträge: 4.015 Registriert: 05.11.2002
11.01.2016, 18:18 Uhr
... und ich hatte mich noch über das Black Star Video mit totem Astronauten >> Major Tom? << aufgeregt, das - scheinbar so zusammenhanglos - überladen von dünsterer Symbolik, die Beerdigung des Astronauten zelebriert. Nun verstehe ich -.



Selbst den eigenen Tod hat er noch künstlerisch verarbeitet -.



Ich kann immernoch nicht heulen -.



beate
They don´t walk
They just glide in and out of life
They never die
They just go to sleep one day
GroundControl
Kooks
G
Beiträge: 0
24.01.2016, 23:34 Uhr
Zitat:
...hier die Pflanzen noch was größer ...

Image



Das ist Schilf.
Simone
SdT Orga
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Beiträge: 17.641 Registriert: 05.12.2003
25.01.2016, 01:34 Uhr
Zitat:
..

Selbst den eigenen Tod hat er noch künstlerisch verarbeitet -.





Stimmt 🙁



(und keine Angst, ich hab soviel geheult - vor allem auch gestern - das es auch für andere Leute gleich mitreichen dürfte...)



xox Simone
zicky_dustbin
Lebende Forum-Legende
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Beiträge: 30.059 Registriert: 05.11.2002
03.03.2016, 05:16 Uhr
Auf B-net kam neulich die Frage auf nach "Künstlern, die ihren Tod in ihrer Kunst verarbeitet haben"...

Z.b.

- Mozart (Requiem)

- Warren Zevon (The Wind)

- Johnny Cash

....vielleicht auch Derek Jarman (Blue)



Mir fiel da Christoph Schlingensief ein, der im Ausland erstaunlich unbekannt geblieben ist.

Er bekam im Jahr 2008 die Krebs-Diagnose und ist 2010 gestorben - und, wie wir wissen, hat das Thema "Sterben und Tod" intensiv in seine Kunst aufgenommen - dass es manchem schon etwas viel war.

Aber ich fand Schlingensief immer sehr spannend - einer, der provoziert, sich selbst nie schont, den Finger auf die Wunde legt und dabei auch noch die Sinne anzusprechen vermochte und Humor hatte. 2003 hatte ich das Glück, ihn live in der Volksbühne zu sehen ("Atta Atta"😉, verstand zwar nur die Hälfte, aber war beeindruckt!



Und jetzt hab ich mich mal in der Tube umgetan.

Interessant ist im aktuellen Zusammenhang vor allem das Projekt "Kirche der Angst" (engl. "church of fear" [c.o.f.])

http://www.kirche-der-angst.de/



"Die Kirche der Angst" ist allerdings schon älter und reicht bis ins Jahr 2003, als Schlingensief infolge des Erfolges von "Atta Atta" nach Venedig zur Kunst-Biennale eingeladen wurde. Da bezog er das Thema aber noch mehr auf die Politik, die mithilfe der "Angst" Menschen manipuliert...

http://passagen.univie.ac.at/video/die-kirche-der-angst-2003

mit 44 min - interview (sehr aktuell!)



Nach der Krebsdiagnose griff er die "Kirche der Angst" wieder auf - nun erweitert um den Zusatz "vor dem Fremden in mir" und brachte es als Theaterstück bzw. "Fluxus-Oratorium" auf die Bühne. Nun ging es um die Krankheit und den Tod.



Hier ist ein kurzer Zusammenschnitt. Leider hab ich nichts längeres gefunden im Web:



" frameborder="0">

Schlingensief: "Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir" (200😎



Hier ist noch ein Videobeitrag:

http://www.ueberseefilm.de/movie.php?movieID=100



Hier ist C.S. bei "Beckmann" 2008





2011 wurde ihm bei der Biennale Venedig postum ein Pavillon gewidmet zum Thema "Kirche der Angst"







...und ich fragte mich, ob Bo das wohl gekannt hat?

(wobei es jetzt keine auffälligen Parallelen gibt. Ausser einem gewissen, beunruhigenden "Hintergrundrauschen", das für mich irgendwie ähnlich klingt.... was natürlich auch themenimmanent sein könnte...)



"Kirche der Angst" -- > "Villa of Ormen"...?





2013/2014 gab es eine umfangreiche Retrospektive von Schlingensiefs Filmen in einer Berliner Galerie (KW) zu sehen.

Diese Ausstellung wurde im Frühjahr 2014 auch in New York gezeigt.

http://www.artberlin.de/ausstellung/christoph-schlingensief-berlin/

http://www.kw-berlin.de/de/exhibitions/christophschlingensief393



Gruß, Z
- bowiefun for ever -
Reinhold
Administrator
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03.03.2016, 17:02 Uhr
Zitat:
Auf B-net kam neulich die Frage auf nach "Künstlern, die ihren Tod in ihrer Kunst verarbeitet haben"...

Z.b.

- Mozart (Requiem)

- Warren Zevon (The Wind)

- Johnny Cash

....vielleicht auch Derek Jarman (Blue)



...



Gruß, Z

Tschaikowsky's "Pathetique" :roll:



Reinhold ★
Pflichtangabe zu den Inhaltsstoffen meiner Postings: Kompetenz, Erfahrung, geringe Anteile von Halbwissen. Kann Spuren von Ironie oder Hörensagen enthalten.
Alina
Ricochet
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Beiträge: 2.872 Registriert: 05.05.2010
04.03.2016, 02:22 Uhr
Zitat:
Auf B-net kam neulich die Frage auf nach "Künstlern, die ihren Tod in ihrer Kunst verarbeitet haben"...



Ja, Christoph Schlingensief mit seiner "Kirche der Angst vor dem Fremden in mir" ist auch der erste, der mir zu diesem Thema eingefallen ist. Aber da wäre z.B. noch Hannah Wilke mit der "Intra-Venus-Serie", die ihre Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs in einer Fotoserie und einigen Skulpturen künstlerisch verarbeitet hat. Die Arbeiten wurden erst posthum veröffentlicht.

Dann fällt mir noch Bob Flanagan ein, der an Mukoviszidose litt und seine Krankheit (und sein Sterben) in teils extrem heftigen SM-Performances verarbeitet hat. Er spielte damals auch im Video "Happiness in Slavery" von Nine Inch Nails mit.

Außerdem wäre da vielleicht noch die sehr intime Fotoserie zu erwähnen, die Annie Leibovitz von ihrer Lebensgefährtin Susan Sontag gemacht hat, während sie im Sterben lag (und danach)...
Man is least himself when he talks in his own person. Give him a mask, and he will tell you the truth. (O. Wilde)

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